Warum müssen wir anpacken?

By | 23. September 2015

Anpacken, zupacken, was bewegen – all das klingt nach Wahlkampf. Bis zu einem gewissen Grad ist es das auch. Wir wollen den Menschen deutlich machen, dass es Zeit für eine Veränderung ist und ein entsprechendes Handeln erforderlich ist.

Wo genau müssen wir in Krenglbach anpacken?

Wer unsere aktuelle Zeitung schon erhalten hat – sie wird momentan ausgetragen – weiß wahrscheinlich wovon ich spreche. Die vergangen Jahre waren nicht schlecht für Krenglbach – aber im Bereich der Wirtschaft waren sie wirklich ruhig. Während in den umliegenden Gemeinden Betriebe wachsen, wächst in Krenglbach nichts.

Wir dürfen nicht auf glückliche Zufälle warten, wir müssen aktiv werden. Wenn wir uns einen Betrieb nicht holen, holt ihn sich Pichl, Buchkirchen oder Wallern. 

Eines ist aber sicher, mit der wachsenden Bevölkerung erhöhen sich die Kosten für die Gemeinde – und diese müssen irgendwie gedeckt werden. Schon jetzt gibt es zahlreiche Stellen im Ort an denen gespart werden muss, weil wir eben nicht über die notwendigen Mittel verfügen. Auch mehr Arbeitsplätze im Ort würden nicht schaden.

Konkrete Punkte

  • radwegWir werden als familienfreundliche Gemeinde bezeichnet. Teilweise wissen Mütter, deren Karenz zu ende geht aber nicht, ob sie ihre Arbeit wie geplant antreten können, weil die Krabbelstube bereits eine lange Warteliste hat.
  • Neue Siedlungen entstehen. Geh- und Radwege, die auch Schulwege sind, werden aber nicht gebaut. (z.B. es gibt keinen durchgehenden Gehweg zum Bahnhof, Schulwege und auch der Weg zum Arzt erlauben teilweise Geschwindigkeiten für den Autoverkehr von 100 km/h – Gehsteige sind dort nicht vorhanden!)
  • Straßen werden nicht asphaltiert oder nur notdürftig ausgebessert.
  • Eine Vermarktung der Gemeinde als attraktiver Standort findet de facto nicht statt. (Anmerkung: Ich spreche nicht von Werbung sondern von guter Presse, einer entsprechenden Rubrik auf der Webseite usw.)
  • Anstatt lokale Unternehmen zu beschäftigen, werden immer wieder externe von der Gemeinde beauftragt. (Anmerkung: In vielen Fällen trifft der Gemeinderat oder der Gemeindevorstand die finale Entscheidung über die Auftragsvergabe. Wer allerdings eingeladen wird überhaupt ein Angebot zu stellen, entscheidet nicht der Gemeinderat!)
  • kigaJugendclub – dieser ist momentan in einem schon fast baufällig zu nennenden Gebäude untergebracht. Hier ist Ersatz dringend erforderlich.
  • Die Volksschule ist für eine Größe von zwei Klassen pro Jahrgang ausgelegt. Heuer ging es sich knapp aus, dass diese Größe eingehalten wurde. Die Gemeinde wächst aber, die Geburtenrate steigt und der Zuzug auch. Wenn eine dritte Klasse eingerichtet werden muss, steigt der Aufwand für den Lehrkörper und auch die räumliche Situation wird deutlich enger.
  • Die Fliegenproblematik im Ortszentrum bestand auch in diesem Sommer. Eine höhere Abholfrequenz für die Biotonnen wurde nicht angedacht da die Kosten zu hoch sind.
  • Der Neubau der Lebensräume-Siedlung gegenüber der Raiffeisenbank stellt die Gemeinde vor ein weiteres Problem. Nicht nur, dass mit mehr Kindern für alle Betreuungseinrichtungen zu rechnen ist, auch die Verkehrssituation an der Kreuzung neben der neuen Siedlung muss bedacht werden.
  • In einigen Ortsteilen ist die Überflutungsgefahr bei Starkregen nach wie vor nicht gebannt – hier sind konkrete Maßnahmen zu ergreifen

Die Liste ist lang, leider auch nicht vollständig und muss dennoch abgearbeitet werden. Vor solchen Herausforderungen stehen alle Gemeinden, die ein Bevölkerungswachstum haben – der Unterschied zu Krenglbach ist aber, dass in den Umlandgemeinden zur Finanzierung dieser Dinge Betriebe angesiedelt werden. Wallern und Pichl sind hervorragende Beispiele, wie ein wirtschaftliches Wachstum aussehen kann, wenn man anpackt.

Fazit

Schlecht entwickelt hat sich Krenglbach nicht, aber wenn wir die Kurve zum wirtschaftlichen Aufschwung nicht schaffen, kann sich das sehr schnell ändern. Wir müssen jetzt für die Zukunft planen und arbeiten. Natürlich ist das kein Kinderspiel, aber auch wenn etwas schwierig ist müssen wir uns daran machen es umzusetzen. Dafür wählen uns (und hier meine ich ausnahmslos alle Fraktionen) die Gemeindebürger schließlich.